Kofl-Galerie

Erinnerungen an die Kofel - Glungezer Skitour

Bei einer ersten Durchsicht bin ich zufällig beim Foto der ehemaligen Lawinengalerie am Kofel gelandet, das bereits ziemlich uralte Erinnerungen wachrief: Es war um das Jahr 1960, also die späten 50er und die frühen 60er Jahre, daß wir wiederholt von unserer Wohnung im Innsbrucker Saggen aus auf Skitour zum Glungezer unterwegs waren. Zuerst mit der 1er durch die ganze Stadt zum Bergisel, dann mir der 6er hinauf nach Igls, zu Fuß weiter zur Kofelbahn-Talstation und mit der alten 1928er Bahn, die auch bei Föhn – im Gegensatz zum neuen € 80 Mio-Ringelspiel, das ab ca. 65 kmh pausiert –  die Bergstation, die letzten Meter, dann zwar  ganz langsam, aber immerhin, erreichte.

Dann durch die dunkle Lawinengalerie mit Kopfanstoßproblemen, wenn ich mich richtig erinnere fiel durch ein oder zwei mit Schnee eingewehte Fenster minimales Tageslicht ein, sonst lieferten einige wenige 15 Watt-Funzeln, allerdings auch nicht immer, etwas Licht. Aus Erfahrung klug nahmen wir nach den ersten Beulen am Kopf dann immer eine Taschenlampe mit. 

Nach der kurzen Abfahrt zum Issboden war der weitere Aufstieg zum Glungezer der reine Genuß. Der Abfahrtsgenuß hinunter nach Tulfes und Hall hing natürlich von der Schneequalität ab. Ab Tulfes erinnerte ich mich noch, daß da irgendwo ein Stück Gegenanstieg notwendig war, Details blieben allerdings verschüttet, bis ich diese inmitten der Unzahl von Infos in Deinem Buch fand, nicht allerdings jetzt beim Tippen dieses Mails.

Beim Badl dann jedenfalls über die alte Holzbrücke hinüber zu Burg Hasegg und durch den schmalen Gang hinaus auf den Unteren Stadtplatz und in die Bretze. Heimwärts gings dann noch mit der 4er zurück nach Innsbruck, ein feiner Skitag nur mit Öffis ...

Die TuXa waren dann für die nächsten Jahrzehnte das Ziel unzähliger traumhafter Skitouren.

Ja, hauptsächlich war ich mit Irene und/oder Freunden im Winter unterwegs. Etwas weniger dann im Sommer ...

Eine Pflichtskitour am Peppeletag, dem für viele Jahre freien 19. März, war der Morgenkogel aus dem Arztal bei meist Superfirnverhältnissen.

Im letzten Herbst fand ich dazu in der Haller Altstadtgalerie von Hannes Niederlechner ein Bild vom Morgenkogel von Walter Klier, das Walter, wie er mir erzählte, vom Poschenhof aus gemalt hat – auf der Czelechowskykarte von 1909 (siehe unten) mit der Bezeichnung 'Müller Michl' ausgewiesen.  -  Dr. Heinz Höpperger, Innsbruck