Berge. Menschen. Lebenswege & Erinnerungen



Erinnerung  an  zwei  Glungezer-HüttenWirtinnen


Darja Kous - Hüttenwirtin 2013 - 2017

zum Gedenken + 18. Aug. 2021

Darja starb in Laibach am 18. August schwerer Krankheit. Darja war von 2013 bis 2017 mit Gottfried Wieser die liebenswürdige, fleißige, engagierte, und allseits beliebte Hüttenwirtin der Glungezerhütte.

2017 ging sie mit Gottfried  auf Segeltörn nach Südamerika gingen. Dort ist sie auch erkrankt. Begraben ist Darja in ihrer Heimatstadt Beltinci, Nordslowenien. RIP

 'Di TuXa' -  Seiten  337, 341 - ai©


Maria Strasser, Hüttenwirtin 2001 - 2004

zum Gedenken + 10. Okt. 2021

Maria war von 2001 bis 2004 mit Hüttenpächter Joe Strasser Hüttenwirtin, die in schwieriger zeit, als die Wasserversorgung zur Hütte noch nicht richtig funktionierte. Maria war berühmt für die blitzsaubere Hütte und ihre bodenständige heimische Küche mit Tiroler Spezialitäten, wie den Kasknödeln und den 'Osttiroler Schlipfkrapfn'. Auf ihre Anregung geht auch die Neuanlage des kleinen 'Glungezer Alpenblumengartens' zurück, den sie sorgsam gepflegt hat. Maria war mit Joe auch viele Jahre Hüttenbetreuerin der Tollingerhütte am Tulferberg. Viele Hüttenstammgäste haben und werden sie in bester Erinnerung behalten. RIP

'Di TuXa' - Seiten 40, 95, 105, 107, 154, 336, 341 - ai©


3-fach  Weltmeisterin  Heidi  Plank +


Ehrenmitglied DI Heidi Plank-Jauk

zum Gedenken + 17. Sept. 2021

 

Ehrenmitglied Dipl.-Ing. Heidi Plank-Jauk, Alpenverein Hall i.T.,  ist am 17. Sept. 2021 im 85. Lebensjahr gestorben. Sie war 3-fach Ski-Weltmeisterin in Paraski-Disziplinen.

 

Heidis Leben war nach ihrem schweren Zugunfall anlässlich eines Skikurses in der Jugend und in der Folge mit lebenslanger schwerer Behinderung eine riesige Herausforderung, der sie sich immer gestellt hast: Mit eisernem Willen, großer Zielstrebigkeit, Kampfgeist und Ausdauer hat sie es bewundernswert gemeistert.

Dem Skilauf gehörte – trotz oder gerade wegen ihres Handicaps - ihre große Leidenschaft, gerade auch am Glungezer. Und über den Skisport ist Heidi sprichwörtlich aus der Steiermark in das  ‚Land Tirol hereingewedelt’. Sie hat ihre Herausforderung in 3 Disziplinen gesucht und sich erfolgreich behauptet:

1. Disziplin Sport: Im ÖSV-Kader hat Heidi Jauk bei vielen inter/nationalen Skirennen gesiegt. Erste Krönung als Para-Alpin-Skifahrerin waren mit drei Goldmedaillen drei Weltmeistertitel 1968 bei den Alpinen Versehrten-Ski-Weltmeisterschaften. Weitere Höhepunkte waren die Winter Paralympics 1976 in Schweden und 1980 in Norwegen, wo sie sich mit insgersam vier olympischen Silbermedaillen (Slalom, Riesenslalom, Alpine Kombination) belohnt hat. Eine unglaubliche sportliche Bilanz. 

Heidi wurde als erfolgreichste Para-Skiathletin zur Pionierin des Versehrtensports und zum großen Vorbild als starke Frau mit Behinderung im Sport. Die Sportehrenzeichen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck drücken die Anerkennung dafür aus. 

 

2. Disziplin Berufslaufbahn: Heidi hat ihr Leben mit ihrem Schicksal konsequent gelebt. 1936 in Graz als Heidi Jauk geboren, aufgewachsen und maturiert, hat sie an der Technik Graz studiert und ihr Studium als Diplom-Ingenieurin für Bauingenieurwesen und Architektur mit Bravour abgeschlossen. Als erste Frau ist sie in die Männerdomäne der Landesbaudirektion, Abteilung Hochbau, (1975) eingetreten und hat das ‚Land Tirol’ als Jurorin für Bautechnik bei Architekturbewerben vertreten. Als stellvertretende Leiterin der Hochbauabteilung ist sie zum Oberbaurat aufgestiegen. Viele öffentliche Bauten tragen so auch ihren Stempel und bleiben Zeugnisse beruflicher Qualifikation und ihres Wirkens.

 

3. Disziplin Hobby: Heidi liebte Herausforderungen wie Bergsteigen, Radausflüge, große Reisen, fremde Kulturen und die Jagd, als exzellente Schützin und Hegerin. Sie hat sich in der Musik, beim Harfenspiel, in der Töpferei, und Malerei mit sehr persönlichen Bildern, verwirklicht. Als stille Förderin von Kultur liebte sie Theater, Musik, Literatur, Volkskunst, Traditionen und Blumen.

Große Verbundenheit zu etlichen Runden zeichneten Heidi aus, besonders die Treue zur Bergsteigergesellschaft ‚Alpensöhne’, deren Fahnenpatin sie war, und zum Alpenverein Hall. Stetes Anliegen waren ihr unsere Glungezer-, Lizumer- und Tollinger-Hütte, ihre zeitgemäße Erhaltung und gleichzeitig Erneuerung. Die Erweiterung der Glungezerhütte 1995 trägt mit ihrem Mann EM Ing.Hans Plank, ihre spezielle Note. Das ‚Rot’ von Dach und Vorsprung ist explizit ihr sichtbarer ‚Farbtupfer’ als „repräsentatives und energiegeladenes Symbol“.

Die ÖAV Sektion Hall hat es als große Bereicherung empfunden, dass Heidi vor 25 Jahren dem Alpenverein Hall beigetreten bist. Ihre Gast-/Freundschaft war stets getragen von sachlichen, auch kritischen Gesprächen, mit Gefühl und aufs Wesentliche fokussiert. Als Dank für ihr umsichtiges Wirken im Ausschuss hat der Alpenverein Hall Heidi Plank-Jauk 1996 zu seinem Ehrenmitglied ernannt. Wir bleiben Heidi in Freundschaft stets verbunden. - Gerald Aichner  

'Di TuXa - Seiten 96, 102,195, 223

Auszeichnungen

"DI Adelheid Jauk gewann dreimal Gold bei den Versehrten-Skiweltmeisterschaften in den alpinen Bewerben.

Weiters hat die Para-Alpin-Skifahrerin Österreich bei den Winter Paralympics 1976 in Schweden und 1980 in Norwegen vertreten und insgesamt vier Silbermedaillen, in Slalom, Riesenslalom, Alpiner Kombi gewonnen."

1978 erhielt sie vom Land Tirol das Tiroler Sportehrenzeichen.

 

1979 wurde Heidi Plank-Jauk mit dem Sportehrenzeichen der Landeshauptstadt Innsbruck 1979 ausgezeichnet:

FOTO 1979 - v.l.n.r.: Wolfgang Nairz (ÖAV Everst Expeditionsleiter 1978), Heidi Jauk, Horst Bergmann (ÖAV Kameramann der Mount Everst Expedition 1978), Innsbrucks Bürgermeister DDr. Alois Lugger

aus: Information der Landeshauptstadt Innsbruck , Jänner 1979

 

'Di TuXa' - Seiten  96, 102, 195, 223


Gedenktafel für Peter Hasslacher 

Umbalfälle 9. Okt. 2021

Eine kleine Gedenkfeier anlässlich der Anbringung einer Gedenktafel für Peter Hasslacher, den unermüdlichen Kämpfer für die Natur, gab es am 9. Okt. 2021 am Beginn des Wasserschaupfades Umbalfälle in Osttirol. Peters  Maturakollegen hatten die Idee für diese Erinnerungstafel und haben eine Gedenkstunde organisiert. 

 

'Di TuXa' - Seiten 27, 246, 257, 306 - ai©


Erneuertes Gipfelkreuz Eiskarlspitze  -  Mai 2021